A fresh breeze

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Semesteranfang, und am Anfang erlaube ich wie immer nur Papier, einen wiederablösbaren Klebestift, Flipchart, Demoobjekte ... aber nichts Digitales. Visualization is story telling in the dark. Das Thema, auch wie immer: Mein Studium und ich. Einige von Ihnen werden sich (ebenfalls wie immer) im biografischen Ich verlieren und wir werden merken, dass sich eine lange Reihe von Zahlen, Daten und Fakten nur merken lässt, wenn Sie sie merkwürdig genug machen. Wissen muss man fest verankern, veranschaulichen, verbildlichen, sonst hält es uns nicht fest.

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Einige von Ihnen werden sich mehr oder weniger Mühe geben mit der Vorbereitung und wir werden sehen, dass man sich auch bei vier oder fünf Blättern vorher genau überlegen muss, was man später damit macht. Selbst einen Klebestift muss man ausprobieren, damit der Zeitstrahl nicht abstürzt. Und auch wenn er abstürzt: Weitermachen, keine Metakommunikation, drei Zahlen kann man auch anschreiben.

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Und wenn dann alles sitzt, bis hin zu einem luftigen Schluss, der den Anfang aufnimmmt, eine Klammer bildet ums runde Ganze, einen Schuss Persönliches dazu gibt, ohne all zu persönlich zu werden und die Vision eines Lebens an der Ostsee sich noch um haarfeinste Details kümmert (bitte beachten Sie, dass Ostwind weht), dann ist für den Anfang alles gut.

Was genau eine Architektin mit einem Schreinerhobel am Meer macht, ist dann allerdings schon wieder eine andere Geschichte, die die Bilder alleine nicht erzählen. Visuelle Folien brauchen Kontext. Und der sind immer Sie. Sie sind der Text. Bilder sagen nie alles. Und nur selten mehr als tausend Worte. Deshalb nützen sie hinterher auch nur denen was, die beim Vortrag dabei waren. Lediglich textlastige Folien kann man alleine auf Reisen schicken. Am besten dahin, wo der Pfeffer wächst.

Zeichnungen: Vanessa Kriete, HAWK, Architektur. Vielen Dank und viel Erfolg!

 

Available Light

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Lichtbeton ist ein wunderbares Material. Damit wir verstehen, wie die Glasfasern den Beton leuchten lassen, kann man am Abend vorher ein Bild machen und sagen: Das habe ich gestern für Sie bei Kerzenlicht gemacht.

Man kann auch ein Demostück mitbringen. Achtung. Sobald wir etwas in den Händen halten, wollen wir spielen. Immer. Planen hilft. Immer. Manchmal lässt man jemand stellvertetend gucken. Am Ende dürfen alle mal.

Was immer Sie tun: Bei so einem Thema geht es um Wirkung, Atmosphäre, Anmutung. Licht und Schatten. Dafü brauchen Sie nicht eine einzige Textfolie. Später, in der Diskussion: Dann können Sie klären, ob der Werkstoff frost- oder säurebeständig ist.

Images: Anke Tröder. Presentation: Sonja Kertz, HAWK, Gestaltung/Innenarchitektur/Raum

 

Architektur muss brennen [oder eben halt auch nicht]

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Es geht um Dekonstruktivismus und Frank O’Gehry. Das Prüfungsthema ist mutig gewählt, denn er weiß, dass ich Joshua Prince Ramus richtiger und wichtiger finde als Gehry: Mit dem Kunden Formen und Funktionen entwickeln, statt ihm eine Vision überzustülpen. Deshalb habe ich schließlich seinen 2009-TED-Talk übersetzt.

Aber bei Präsentationsprüfungen geht es nicht vorrangig um die Kritik eines Themas, sondern um seine Umsetzung. Meta works.

Es geht los mit einen Zitat. Das könnte schiefgehen, es ist ein langes Zitat, aber es sind Worte, die den Raum füllen, und die Basis schaffen. Mehr als eine Minute vorlesen geht immer schief. Basis hin oder her.

Wie beschissen die 70er Jahre waren, kann man auch aus den verklemmten Architekturprojekten lesen. Die Umfrage und Gefälligkeitsdemokratie lebt hinter Biedermeierfassaden. Wir aber haben keine Lust, Biedermeier zu bauen. Nicht jetzt und zu keiner anderen Zeit. Wir haben es satt, Palladio und andere historische Masken zu sehen. Weil wir in der Architektur nicht alles das ausschließen wollen, was unruhig macht. Wir wollen Architektur, die mehr hat. Architektur, die blutet, die erschöpft, die dreht und meinetwegen bricht. Architektur, die leuchtet, die sticht, die fetzt und unter Dehnung reißt.

Architektur muß schluchtig, feurig, glatt, hart, eckig, brutal, rund, zärtlich, farbig, obszön, geil, träumend, vernähend, verlernend, naß, trocken und herzschlagend sein. Lebend oder tot. Wenn sie kalt ist, dann kalt wie ein Eisblock. Wenn sie heiß ist, dann so heiß wie ein Flammenflügel. 

Architektur muß brennen. 
© COOP HIMMELB(L)AU, ARCHITEKTUR MUSS BRENNEN (1980)

Im Vorfeld haben wir besprochen, zu experimentieren. Exerimentieren passt zum Thema: Das Dekonstruktivistische greifbar zu machen im Detail. Es kann Störungen verursachen, sage ich, sie werden Ihnen nicht zuhören, während sie bauen. Aber sie werden verstehen, worum es geht. Der Plan ist, ein Tablett mit Baumaterial herumzugeben. 

Dazu alle 60 Sekunden eine Regieanweisung. Wir sind eine kleine Gruppe, das passt.

In PowerPoint können Sie Folien, die Sie nur für sich benötigen, als Notiz, ausblenden. Die Folien werden dennoch in der Folienübersicht oder der Referentenansicht angezeigt. Input nur für Sie. Keynote ist hier leider eine Handbreit zu gründlich: Ausgeblendet ist ausgeblendet. Auch Sie sehen nichts. 

Ihre Entscheidung, sage ich. Ihr Windows oder mein Mac? Er entscheidet sich für meinen Mac (gut, keine unnötigen Umbauten). Er wird die Folien Weitergeben einfach rot einblenden. Good enough quality ist fast immer gut genug. 

Und es lohnt, und es funktioniert. Zitat, Handgreifliches, Folien, Erklärungen, Weiter. Und ja, wer baut, hört nicht zu, aber keiner baut länger als eine Minute. Choreographie und Regieanweisungen. Analog und Digital. Show and Tell. Es ist wie immer der Genremix, der die richtige Spannung erzeugt.

Am Ende steht das Gegenzitat zum Anfang: Architektur kann, aber sie muss nicht brennen. Die 80er gehen langsam ihrem Ende entgegen.

Fade to grey. (Aber das ist schon mein innerer Monolog. Meine Studierenden kennen die 80er nur noch als ironisches Zitat.)

Den erbaulichen Rest stelle ich im Büro zur digitalen Anschauung noch einmal mit der alten Videocam nach. Inklusive Griff zum Wegwerfen des Dekonstruktivismus. Reduced to 1 MB.

 

Three-in-one, or more [Exams 2011]

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Image/slide credits: Christopher Helm, HAWK Hildesheim, Möbelbau/Furniture.

Very different touch and feel from his last cover slide layout. More technical, slicker, smoother yet very minimal, as befitted the topic and the featured product.

Project presentation: Designing a multifunctional piece of furniture.

We had discussed the idea of starting with student’s own desk, and taking it from there and it worked nicely. The story line is perfectly simple. A desk is so much more than just a desk, but more often than not it is also cluttered. What would it take for a piece of furniture to take over three or more functions (chair, desk, shelf, ...) and clean up your act?

Comment: Transparent text fields are elegant and unobtrusive. I would suggest right-aligning text for an even neater look. And using SpellCheck :)

Picture book perfect [Exams 2011]

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Slide and cut paper work: Nicole Kuhlmann, HAWK Hildesheim, 
Gestaltung/Grafikdesign.

Lovely example for a plain and simple cover slide that takes the audience by the hand and marches off, story telling: This is where we’ll go. No glamorous iStockphoto stuff. The digital divide has been crossed once again. Analog. Digital. Human. Good mix.

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Paper cuts can be more than those cute Christmas figurines your mum made for you, or the cheap silhouettes you can still buy for a penny and a farthing at the fair, she says, and is oh so right, and it does not really matter which currency is yours.

I still remember those petrifying black on white session from years ago, and how my sister and I had to sit quite still, and how we were forced to smile, and how the smile never showed on black on white, and how I have hated paper cuts ever since as something dead and stiff. Until today.

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And she brings samples, and they are handmade, unperfected, fuzzy at the edges, alive and kicking. I was getting impatient, she says. I could never sit still long enough for one of those fine, deep, bleeding cuts, she says. And I know exactly what she means, for words are just like that: They are always escaping that last smooth, perfect touch of the blade.

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She brings hand outs, hand made, all different, yet all the same; one for each of us. I could cut only two in one go with a surgical scalpel, she says. And she makes her art come alive and vibrant, and she makes us hungry for more. And that is pretty much what I ask from a good talk at the end of a term.

Make. Me. Want. More.

And to make sure she does not stumble, she creates  an overview of her slides for herself, the last, best visual hope for a script I know: One image, one sentence, one story.

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Thank you for a lovely talk!

 

Related links:

http://www.anastassia-elias.com

http://www.boveylee.com

The underlying themes in my cut paper works are power, sacrifice and survival.

Hina Aoyma Watch paper cut letters dance.

Karen Bit Vejle Norwegian paper cut tapestry, large scale.

“My heart and soul are at peace when I have the scissors in hand and the paper dances between the blades. If my scissors can manage to make you stop and wonder for just one instant, I will be happy.”