Penultimate

Penultimate
Die erste Frage in jedem neuen Semester: Gibt es eine goldene Regel?

Nein, werde ich anfangs sagen.

Jeder Vortragende ist anders, jede Zuhörergruppe ist anders. Es kommt immer drauf an. Was bei Frau Müller eine Rolle spielt (nervöses Rumzuppeln am Schal, unleserliche Folien) spielt bei Frau Meier keine Rolle, weil ihre bewegte Stimme und ihre klare Satzstruktur das überdecken.

Ja, werde ich am Ende sagen. Eine Regel gibt es dann doch.

Erst denken. Dann Folien entwerfen.

Und selbst die gilt nicht immer und für alle. Manchmal fängt man mit einem Bild im Kopf an und alles andere folgt.

Für die meisten aber ist Scribbeln eine gute Idee. Analog planen, digital umsetzen. Das geht auf Papier, aber auch z.B. am iPad. Ich nehme dafür gerne Penultimate, eine 0,79-Cent-App, die das Entwerfen ganz einfach macht und verschiedene »Papiersorten« anbietet: kariert, liniert, blanko. Mit Rand, ohne Rand.

Ganz wunderbar geeignet für Vortragende ist das Storyboard-Layout. 

Wenn Sie noch nach einem geeigneten Stylus fürs iPad suchen: Hier eine schöne Übersicht von 12 Stiften.

Natürlich können Sie auch auf Papier scribbeln. Oder Bierdeckel. Hauptsachen, Sie denken darüber nach, was Sie wie sagen wollen, bevor Sie präsentieren.

Painting by numbers

Letzte Woche beim Chinesen. Einem sehr guten Chinesen. Mit sehr vielen Seiten in der Speisekarte. Der Farbcode ist einfach zu knacken: Blau für Mittags, Grün für Anfänger, Gelb für Mutige. Weniger leicht zu entziffern: die Cantonesischen Namen der Gerichte. Wer sich mehr als drei Zahlen nicht merken kann, schreibt sie besser auf. Der Alternativchinese (auch sehr gut) ein paar Straßen weiter arbeitet mit Bildern. Die Stäbchenhülle auch. Für Anfänger immer noch die beste Lösung. Man kann sich natürlich auch einen Knoten ins Papier machen.